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C.S. Jones war 1919 aus dem O.T.O. ausgetreten, hatte aber seinen brieflichen
Kontakt zu Reuss aufrechterhalten; und am 10. Mai 1921 stellte Reuss Jones
eine Charter als X° für die "Vereinigten Staaten von Nord-Amerika" aus.
Am selben Tage erstellte er eine weitere Charter für Heinrich Tränker
(Recnartus, 1880-1956), die ihn zum X° für Deutschland ernannte.
Tränker leitete bereits verschiedene esoterische Organisationen innerhalb
der "Pansophia"-Bewegung.
Am 30. Juli 1921 verfaßte Reuss ein weiteres Gauge
of Amity-Dokument aus, und zwar für H. Spencer Lewis, den Begründer
des A.M.O.R.C., einer Rosenkreuzerischen Organisation, die ihren Sitz
im kalifornischen San Jose hatte. Dieses Dokument erkannte Lewis überdies
als ein VII° Mitglied des O.T.O. an. Crowley war Lewis bereits 1918 in
New York begegnet und hatte keinen sonderlich guten Eindruck von ihm gewonnen.
Reuss kehrte im September 1921 nach Deutschland zurück und ließ sich in
München nieder. Am 3. Sept. 1921 stellte Reuss eine Charter für Carl William
Hansen (Kadosh, 1872-1936) als X° für Dänemark aus. Im Oktober
1921 ernannte Crowley nach Dunn's Rücktritt Frank Bennett (Dionysus,
1868-1930) zu seinem Vizekönig von Australien:
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Die Sukzession durch Crowley
Es spricht einiges dafür, daß Reuss im Frühjahr 1920 einen Schlaganfall
erlitten hatte, aber dies gilt nicht als gesichert. Crowley schrieb im
März an W.T. Smith:
Der nun hingeschiedene
O.H.O. machte sich seit seinem ersten, von Lähmungserscheinungen begleiteten
Schlaganfall große Sorgen um die Weiterführung der Arbeit ... Er stellte
übereilt Ehrendiplome des Siebten Grades für verschiedene Leute aus; einige
von diesen wiesen keinerlei entsprechende Qualifikation auf, andere hingegen waren bloß gewöhnliche
Gauner.
Kurz nach Frank Bennett's Ernennung zum Vizekönig von Australien scheint
Crowley mit ihm korrespondiert und seine Zweifel im Hinblick auf Reuss'
Fähigkeit, den Orden auch weiterhin auf angemessene Weise leiten zu können,
angesprochen zu haben. Reuss hat diesen Briefwechsel möglicherweise entdeckt;
er schrieb Crowley am 9. Nov. 1921 eine verärgerte und defensive Antwort,
in welcher er sich und den O.T.O. von Thelema zu distanzieren schien,
wofür er sich, wie zuvor dargestellt, urprünglich eingesetzt hatte. Crowley
schrieb am 23. Nov. 1921 zurück und konstatierte in seinem Brief: "Es
ist mein Wille, O.H.O. und Frater Superior des Ordens zu werden, und ich
nehme Ihre Abdankung zum Anlaß - mich zum selben zu ernennen". Er unterzeichnete
den Brief als "Baphomet O.H.O.". Crowley schrieb am 27. Nov. 1921 in sein
Tagebuch: "Ich habe mich selbst zum O.H.O. Frater Superior des Ordens
der Orientalischen Templer ernannt". Reuss starb am 28. Okt. 1923 e.v.
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Crowley berichtet in seinen Bekenntnissen (Confessions),
daß Reuss "das Amt [des O.H.O.] 1922 zu meinen Gunsten niederlegte". In
einem Brief an Heinrich Tränker vom 14. Feb. 1925 stellt Crowley fest:
Reuss war überaus
stimmungsabhängig und in vielerlei Hinsicht unverläßlich. In seinen
letzten Jahren scheint er nicht länger Herr seiner selbst gewesen zu
sein; er ging sogar so weit, Das Buch des Gesetzes kommunistischer
Neigungen zu bezichtigen, und eine absurdere Behauptung kann man sich
kaum vorstellen. Er kann gleichwohl der rechten Führung nicht gänzlich
verlustig gegangen sein, wenn man in Betracht zieht, daß er Ihre und
Frater Achad's Ernennung vornahm und mich in seinem letzten Brief zu
seinem Nachfolger bestimmte.
In einem Brief an Charles Stansfeld Jones, datiert
Sonne im Steinbock, Anno XX (Dez. 1924 - Jan. 1925), merkte Crowley an:
"der O.H.O. bat mich in seinem letzten Brief, sein Nachfolger als O.H.O.
und Frater Superior zu werden". Reuss' Brief, der Crowley zu seinem Nachfolger
als O.H.O. berief, ist nie gefunden worden. Es ist jedoch auch kein anderes
glaubwürdiges Dokument zu Tage getreten, dem man entnehmen könnte, daß
Reuss irgendeinen anderen Nachfolger benannt hätte.
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