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Am 24. Juni 1908 organisierte Dr. Gérard Encausse (Papus,
1865-1916) in Paris eine "Internationale Konferenz über Freimaurerei
und Spiritismus", an der Reuss teilnahm. Im Verlauf dieser
Konferenz erhielt Encausse von Reuss unentgeltlich das Stiftungspatent
für einen "Höchsten General Groß-Rat der Vereinigten Riten
der Alten und Primitiven Freimaurerei für den Grand Orient
in Frankreich sowie seiner Tochtergesellschaften in Paris".
Encausse hatte im vorangegangenen Jahr gemeinsam mit Jean
Bricaud (1881-1934) und Louis-Sophrone Fugairon (geb. 1846)
die l'Église Catholique Gnostique, die Gnostisch Katholische
Kirche, ins Leben gerufen, und zwar in Folge der Spaltung
der neo-Albigensischen Kirche, die 1890 von Jules Doinel (1842-1903)
in Paris gegründet worden war. Man geht allgemein davon aus,
daß Reuss während dieser Konferenz seine Bischofsweihe und
Bevollmächtigung als Primat für die l'Église Catholique
Gnostique von Encausse und Bricaud erhalten hat. In welchem
Ausmaß sich Encausse darüber hinaus für den O.T.O. engagiert
hat, ist unklar.
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